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Reha nach Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Onkologische Rehamaßnahme nach Pankreaskarzinom in der Klinik Bad Oexen

Bauchspeicheldrüsenkrebs betrifft in Deutschland ca. 17.100 Patienten jährlich. Es sind vorwiegend ältere Patienten ab dem 70. Lebensjahr betroffen.
Schon seit Jahrzehnten gehört diese Diagnose zu unserem gängigen Behandlungsspektrum.

Wussten Sie schon?

Die krankhaft veränderten Zellen, die zumeist in den Gängen der Bauchspeicheldrüse lokalisiert sind, weisen genetische Veränderungen auf (Mutationen im sog. KRAS-Onkogen bei mehr als 90% der Patienten; Inaktivierung sog. Tumorsuppressiongene TP53, SMAD4 und CDKN2A).
Folgende Risikofaktoren für die Entwicklung eines Bauchspeicheldrüsenkrebses wurden identifiziert: Rauchen, Zuckerkrankheit, chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Übergewicht, familiär/genetisch.

Die Erkrankung kann durch folgende Beschwerden auf sich aufmerksam machen: Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen, ungewollter Gewichtsverlust, Rückenschmerzen, Neuauftreten bzw. Verschlechterung einer Zuckerkrankheit, Schmerz im Oberbauch (teilweise mit Ausstrahlung in den Rücken), Gelbfärbung der Haut, brauner Urin, tastbar vergrößerte Gallenblase, Juckreiz, Durchfall, Fettstühle.

Zur Diagnostik kommen folgende technischen Untersuchungsmethoden zum Einsatz: Ultraschalluntersuchung des Bauches, Computertomografie (mit Kontrastmittel) des Bauches/Brustkorbs, ggf. auch Magnetresonanztomographie, Laboruntersuchungen, ggf. Bauchspiegelung mit Probeentnahme zur feingeweblichen/zytologischen Untersuchung (selten).

Die Behandlung besteht, sofern dies operativ-technisch möglich ist, in der Entfernung des Kopfes, des Schwanzes oder der gesamten Bauchspeicheldrüse (je nach Sitz des Krebses). In manchen Fällen schließt sich an die Operation eine medikamentöse Behandlung an. Folgende Substanzen/Schemata werden hierbei angewandt: FOLFIRINOX, Gemcitabine, Capecitabin, S-1, nab-Paclitaxel, Erlotinib.

Operation und medikamentöse Behandlung wirken sich auf Ernährung und Energieverwertung aus, denn nach der Behandlung stehen deutlich weniger Verdauungsenzyme zur Nahrungsverwertung zur Verfügung. Musste die gesamte Bauchspeicheldrüse entfernt werden, so entwickelt sich als Folge eine Zuckerkrankheit (sog. pankreopriver Diabetes mellitus).
Die Folgestörungen können durch entsprechende medikamentöse Therapie ausgeglichen werden. Zur Verbesserung der Verträglichkeit der Speisen sollten kleinere Mahlzeiten, dafür aber häufiger über den Tag verteilt eingenommen werden (ca. 6-8 Mahlzeiten täglich).

Ist die Energieverwertung erschwert, so lässt sich dies an folgenden Zeichen erkennen: Fettstühle mit hellem Stuhl, der im Klowasser schwimmt, Tendenz zu breiigem, teilweise flüssigem Stuhlgang, Blähungen.
Nach der Operation können sich Verwachsungen entwickeln, die vor allem bei verstärkter Gasbildung durch Überblähung von Darmschlingen zu Schmerzen führen. Eine spezialisierte Ernährungstherapie mit darauf zugeschnittenen Informationen und entsprechenden Medikamenten können die Beschwerden lindern.


Therapiemöglichkeiten nach Bauchspeicheldrüsenkrebs

Als mögliche Folgestörungen von Bauchspeicheldrüsenkrebs lassen sich allgemeine und spezielle Probleme häufig beobachten, für die wir unseren Patientinnen und Patienten in der Klinik Bad Oexen folgende Therapien anbieten:

Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwäche (Fatigue-Syndrom)
Ergometerradtraining, Gruppengymnastik, Wassergymnastik, Walking, Nordic Walking, Einzelkrankengymnastik, Fatigue-Seminar
Muskelschwäche
Medizinische Trainingstherapie (MTT), Einzelkrankengymnastik
Psychische Belastung
Psychologische Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung in der Gruppe oder als Einzeltherapie
Schlafstörung
Information zum Umgang mit Schlafstörungen, Entspannungstraining
Berufliche Wiedereingliederung
Sozialberatung zur stufenweisen Wiedereingliederung, medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
Informationsdefizit
Strukturierte Schulung (Seminar, Vortrag, Einzelberatung), Hinweis auf Selbsthilfegruppen
Belastung von Angehörigen
Angehörigengruppe
Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
medikamentöse Behandlung, Ernährungsberatung, therapeutisches Kochen
Verdauungsstörungen, Fettverwertungsstörung, Dumping-Syndrom, Durchfall
Ernährungsberatung, -therapie, medikamentöse Behandlung
Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
Einstellung der Zuckerkrankheit mit Insulin
Verwachsungen im Bauch
Schmerzbehandlung
Narbenschmerz
Narbenbehandlung, transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Anerkanntes Behandlungskonzept, Unterstützung und Reha relevante Diagnostik

Entsprechend den von der Klinik Bad Oexen erarbeiteten und anerkannten Behandlungskonzepten bekommen unsere Patientinnen und Patienten eine auf die Folgen des Bauchspeicheldrüsenkrebses individuell abgestimmte Therapie.

Besonders zu erwähnen sind:

  • Krankengymnastik / Sporttherapie
  • Ernährungstherapie
  • Entspannungstraining
  • psychologische Angebote
  • Wundversorgung
  • Ergotherapie
  • Ernährungsseminar
  • Sozialberatung

Praktische Anleitung und Unterstützung der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs bei der Umstellung der Ernährung durch die Ernährungstherapeuten (auf Wunsch auch Einbeziehung des Partners). Eine künstliche Ernährung (z. B. über ein Portsystem) kann durchgeführt werden.

Wie sieht diese Unterstützung aus?
Appetitlosigkeit, ungewollter Gewichtsverlust, Völlegefühl, Schluckstörungen und verändertes Stuhlverhalten sind Beschwerden, die verbessert werden können.
Individuelle Ernährungsberatungen, Gruppentherapien und Seminare führen an eine bedarfsgerechte Ernährung heran. Liegt eine Fettverwertungsstörung vor, so kann mithilfe spezieller Schulungen zur Einnahme von Pankreasenzymen (Lipase) die Verdauungsleistung verbessert werden.
Der jeweilige Speiseplan wird individuell besprochen.
Zwischenmahlzeiten und eine angepasste Vollkost sowie Möglichkeiten zur Energieanreicherung werden bereitgestellt.
In der Lehrküche erfahren unsere Patienten etwas über geeignete Speisen und deren Zubereitung. Für eine angemessene Betreuung stehen unsere Ernährungstherapeuten während der Essenszeiten im Speisesaal zur Verfügung.

Zusätzlich zur allgemeinen Diagnostik (Labor, EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Langzeit- Blutdruckmessung, Lungenfunktionsprüfung) stehen unseren Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs folgende spezifischen diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Sonographie inkl. Farbdoppler
  • Endoskopie (Magen-, Darmspiegelung)
  • Ernährungsdiagnostik inkl. Diagnostik von Laktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption

Kooperationspartner der Selbsthilfe

Wir kooperieren mit:

AdP e.V.
Arbeitskreis der Pankreatektomierten
1. Stellv. Vorsitzender
Friedhelm Möhlenbrock
Koordinator Nord
Düpestr. 5
32469 Petershagen
05707/9009191 o. 0151/58119947
05707/9009193
AdP-Minden@web.de
Web: www.adp-bonn.de

Rehateam

Unser Reha-Team für Sie

Unser multidisziplinäres Reha-Team in Bad Oexen besteht aus Fachkräften der verschiedensten Bereiche. Unsere Mitarbeiter sind für Sie da und verfügen aufgrund langjähriger Erfahrung und entsprechender Patientenzahlen über ein umfangreiches Wissen bei der Behandlung von krankheits- und therapiebedingten Störungen.

Unser Rehateam ist für Sie